Olivenöl trinken: Was bringt ein Löffel Olivenöl am Tag?

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Olivenöl trinken – morgens, pur und am besten noch auf nüchternen Magen? Was für Menschen im Mittelmeerraum erstmal nach einer ziemlich normalen Begegnung mit Olivenöl klingt, wird auf Social Media gerne als neuer Gesundheitstrend verkauft.

Ein Esslöffel Olivenöl am Morgen soll angeblich die Verdauung unterstützen, gut für den Darm sein und allerlei weitere positive Wirkungen haben. Klingt fast so, als müsste man nur die Espressotasse gegen ein Schnapsglas mit Olivenöl tauschen.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht.

Hochwertiges Olivenöl kann sehr gut Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Ob man es dafür allerdings wirklich pur trinken muss, ist eine andere Frage.

Wir schauen uns an, was hinter dem Trend steckt, wie viel Olivenöl täglich sinnvoll ist und welches Olivenöl sich überhaupt zum puren Genießen eignet.

Warum trinken Menschen Olivenöl?

Olivenöl gehört seit Jahrhunderten zur mediterranen Ernährung. Neu ist also weder das Lebensmittel noch seine regelmäßige Verwendung.

Neu ist eher die Idee, Olivenöl morgens pur zu trinken und daraus eine eigene Gesundheitsroutine zu machen.

Häufig werden dabei folgende Gründe genannt:

  • Aufnahme einfach ungesättigter Fettsäuren
  • enthaltene Polyphenole
  • Unterstützung einer mediterranen Ernährung
  • mögliche Wirkung auf die Verdauung
  • einfache tägliche Einnahme

Der entscheidende Punkt wird dabei gerne vergessen: Die wertvollen Bestandteile des Olivenöls verschwinden nicht plötzlich, nur weil man das Öl über einen Salat gibt oder mit Brot isst.

Ist Olivenöl trinken gesund?

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Olivenöl besteht überwiegend aus Fett und enthält einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren. Bei hochwertigem nativem Olivenöl extra kommen außerdem natürliche Begleitstoffe wie Polyphenole und Vitamin E hinzu.

Das macht Olivenöl zu einer interessanten Fettquelle innerhalb einer ausgewogenen Ernährung.

Daraus folgt aber nicht automatisch, dass Olivenöl pur trinken gesünder ist, als es ganz normal beim Essen zu verwenden.

Verwendung Was ist zu beachten?
Olivenöl pur trinken möglich, aber nicht notwendig
Olivenöl im Salat einfache Verwendung in der täglichen Ernährung
Olivenöl mit Brot klassischer mediterraner Genuss
Olivenöl zum Kochen je nach Temperatur gut einsetzbar
Olivenöl morgens nüchtern kein belegter besonderer Vorteil allein durch den Zeitpunkt

Wer Olivenöl gerne pur genießt, kann das natürlich tun. Wer beim Gedanken an einen Löffel Öl am Morgen eher das Gesicht verzieht, muss sich aber nicht quälen.

Olivenöl morgens auf nüchternen Magen trinken – bringt das mehr?

Genau hier wird es interessant.

Im Internet findet man zahlreiche Behauptungen darüber, was passieren soll, wenn man Olivenöl auf nüchternen Magen trinkt. Teilweise wird daraus fast ein morgendliches Wunderritual gemacht.

Für einen besonderen gesundheitlichen Vorteil allein dadurch, dass Olivenöl morgens und nüchtern konsumiert wird, gibt es jedoch keine überzeugende Grundlage.

Viel wichtiger ist die gesamte Ernährung.

Ein hochwertiges natives Olivenöl extra kann beispielsweise regelmäßig für Salate, Gemüse, Dressings oder andere mediterrane Gerichte verwendet werden. Die enthaltenen Fettsäuren und Pflanzenstoffe sind schließlich nicht beleidigt, wenn daneben noch eine Tomate liegt.

Was passiert, wenn man täglich Olivenöl trinkt?

Wer jeden Tag Olivenöl trinkt, nimmt zunächst einmal zusätzlich Fett und damit Energie auf.

Ein Esslöffel Olivenöl liefert ungefähr 10 bis 15 Gramm Fett. Das sollte bei der gesamten täglichen Ernährung berücksichtigt werden.

Sinnvoller als „zusätzlich jeden Morgen einen Löffel“ kann deshalb sein, andere Fettquellen durch hochwertiges pflanzliches Öl zu ersetzen.

Zum Beispiel:

statt schwerer Fertigdressings → Olivenöl-Dressing
statt bestimmter tierischer Fette → geeignetes Pflanzenöl
statt einer schweren Sauce → Olivenöl, Kräuter und Gewürze

Damit wird Olivenöl Teil der Ernährung und nicht einfach ein zusätzlicher Kalorien-Shot.

Olivenöl trinken für Darm und Verdauung?

Die Frage „Ist Olivenöl gut für den Darm?“ wird besonders häufig gesucht.

Fett beeinflusst grundsätzlich die Verdauung. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass ein täglicher Olivenöl-Shot eine notwendige oder allgemein empfehlenswerte Behandlung für Verdauungsprobleme wäre.

Wer eine gesunde Verdauung unterstützen möchte, sollte das größere Bild betrachten: ausreichend Flüssigkeit, ballaststoffreiche Lebensmittel, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Bewegung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Olivenöl kann hervorragend Teil dieser Ernährung sein.

Aber die Flasche alleine muss nicht den gesamten Job übernehmen.

Wie viel Olivenöl am Tag ist sinnvoll?

Eine pauschale perfekte Menge gibt es nicht, da der Bedarf von der gesamten Ernährung und dem individuellen Energiebedarf abhängt.

Als grobe Orientierung kann bereits ein Esslöffel Olivenöl eine sinnvolle Menge innerhalb einer Mahlzeit darstellen.

Wer Olivenöl täglich verwendet, kann es beispielsweise:

  • über Salat oder Gemüse geben
  • für ein Dressing verwenden
  • zu Brot genießen
  • in mediterrane Gerichte integrieren
  • zum Kochen verwenden
  • gelegentlich pur probieren

Entscheidend ist die Gesamtmenge an Fett und Energie über den Tag.

Denn auch das hochwertigste Olivenöl bleibt Öl. Leider werden aus 100 Kalorien nicht plötzlich 20, nur weil die Oliven besonders glücklich aussahen.

Welches Olivenöl kann man pur trinken?

Wenn ihr Olivenöl pur trinken oder verkosten möchtet, spielt die Qualität eine besonders große Rolle.

Beim Kochen verschmelzen Aromen mit anderen Zutaten. Pur gibt es dagegen kein Versteckspiel – hier schmeckt ihr das Öl ziemlich direkt.

Besonders interessant ist deshalb natives Olivenöl extra aus sorgfältiger Verarbeitung.

Achtet unter anderem auf:

  • nachvollziehbare Herkunft
  • Qualitätsklasse „nativ extra“
  • frische Ernte
  • schonende Verarbeitung
  • lichtgeschützte Verpackung
  • fruchtiges Aroma
  • Angaben zum Polyphenolgehalt

Hochwertiges Olivenöl kann fruchtig, leicht bitter und im Hals sogar etwas scharf oder pfeffrig schmecken.

Das ist kein Fehler. Gerade Bitterkeit und Schärfe können typische Eigenschaften eines frischen, polyphenolreichen Olivenöls sein.

Welche Rolle spielen Polyphenole?

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Wer sich mit hochwertigem Olivenöl beschäftigt, kommt an Polyphenolen kaum vorbei.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die natürlicherweise in Oliven vorkommen. Wie hoch ihr Gehalt im fertigen Öl ist, hängt unter anderem von Olivensorte, Reifegrad, Erntezeitpunkt, Verarbeitung und Lagerung ab.

Früh geerntete Oliven können besonders polyphenolreiche Öle hervorbringen. Diese Öle haben häufig einen intensiveren Geschmack mit deutlich wahrnehmbarer Bitterkeit und Schärfe.

Bei ELEANDROS setzen wir genau deshalb auf griechisches natives Olivenöl extra aus früher Ernte und einen besonders hohen Polyphenolgehalt.

Wer Olivenöl nicht einfach nur als neutrales Küchenfett betrachtet, sondern bewusst verkosten möchte, entdeckt hier schnell ziemlich große geschmackliche Unterschiede.

Olivenöl morgens oder abends trinken?

Auch dazu gibt es zahlreiche Tipps im Netz.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es jedoch keinen überzeugenden Grund dafür, dass hochwertiges Olivenöl unbedingt morgens um 7:13 Uhr auf nüchternen Magen konsumiert werden müsste.

Ihr könnt Olivenöl morgens, mittags oder abends verwenden.

Viel wichtiger ist, welches Olivenöl ihr verwendet und wie es insgesamt in eure Ernährung passt.

Wer morgens gerne einen kleinen Löffel hochwertiges Olivenöl pur genießt: wunderbar.

Wer es lieber mittags über Tomaten, Feta und Brot gibt: ebenfalls wunderbar.

Die mediterrane Küche wird euch dafür nicht die Staatsbürgerschaft entziehen.

Kann man jeden Tag Olivenöl verwenden?

Grundsätzlich lässt sich Olivenöl problemlos regelmäßig in die Küche integrieren.

Gerade natives Olivenöl extra eignet sich hervorragend für kalte Gerichte, Salate und zum Verfeinern. Je nach Anwendung kann Olivenöl auch in der warmen Küche eingesetzt werden.

Wichtig ist weniger die Frage, ob ihr jeden Tag exakt einen Löffel trinkt, sondern welche Fettquellen eure Ernährung insgesamt enthält.

Olivenöl sollte also nicht als Wundermittel verstanden werden, sondern als hochwertiges Lebensmittel.

Das klingt weniger spektakulär als „Morning Olive Oil Detox“.

Ist aber deutlich näher an der Realität.

Fazit: Muss man Olivenöl trinken?

Olivenöl trinken kann man – müssen muss man nicht.

Hochwertiges natives Olivenöl extra liefert überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren und enthält natürliche Begleitstoffe wie Polyphenole und Vitamin E. Für einen besonderen Vorteil dadurch, dass das Öl ausgerechnet morgens auf nüchternen Magen getrunken wird, gibt es jedoch keinen guten Grund.

Wer den Geschmack mag, kann einen kleinen Löffel Olivenöl durchaus pur genießen. Genauso gut lässt es sich aber über Salat geben, mit frischem Brot kombinieren oder in mediterrane Gerichte integrieren.

Bei ELEANDROS setzen wir auf natives griechisches Olivenöl extra aus früher Ernte, schonende Verarbeitung und einen hohen Polyphenolgehalt.

Ob direkt vom Löffel oder über einem richtig guten griechischen Salat?

Das überlassen wir euch.